Bassreflex-Version CM12BR Satori mit SB-Acoustics Tief-/Mitteltöner MW16TX-4, Scan-Speak Beryllium-Hochtöner D3004/604010 und Aktivmodul Hypex FA122.

Wir haben die CM12 Satori in zwei Varianten, als Bassreflex-Version und mit einem geschlossenem Gehäuse realisiert. Beide Gehäuse haben die gleichen Abmessungen, aber bei der Bassreflex-Variante erkennt man unterhalb vom Bass die Austrittsöffnung des Bassreflexkanals. Wir haben die Bassreflex-Konstruktion so gestaltet, wie wir das seinerzeit auch bei der ILLU18 konzipiert hatten.

Während die geschlossene Version tendenziell im unteren Bassbereich etwas zurückhaltend ist, überzeugt die Bassreflex-Version in den untersten Registern mit tiefen und straffen Bässen. Da wir bei der Bassreflex-Version weniger Tiefbassanhebung einprogrammieren müssen, punktet sie in punkto Belastbarkeit gegenüber der geschlossenen Version.

Variante mit geschlossenem Gehäuse CM12 Satori mit SB-Acoustics Tief-/Mitteltöner MW16TX-4, Scan-Speak Beryllium-Hochtöner D3004/604010 und Aktivmodul Hypex FA122.

Membrantechnologie

SB Acoustics hat in 2018 für die Satori-Modellreihe einen neuen Tief-/Mitteltöner MW16TX mit einer neuartigen Carbonfasermembran vorgestellt.

Die Membran, die aus extrem dünnen Carbonfasern aufgebaut ist, wird von der schwedischen Firma Oxeon gefertigt. Bezeichnung: TeXtreme®. Diese Carbonfasern sind für vielfältige Anwendungen entwickelt worden, unter anderem auch für Lautsprechermembranen.

SB Acoustics 6.5″-Tief-/Mitteltöner Satori MW16TX-4 mit TeXtreme® Carbonfasermembran.

Das Foto zeigt eine kreuzweise Anordnung der Cabonfaserstreifen. In diesem Fall eine extrem dünnlagige Schicht von Streifen, die schließlich ein Schachbrettmuster ergeben. Die Aufbrechmoden von Lautsprechermembranen lassen sich reduzieren, indem die Symmetrie in der Membran gebrochen wird. Bei B&W wird dieses Prinzip mit den bekannten gelben Kevlar-Chassis verfolgt, bei Scan-Speak mit elliptischen Schwingspulen oder mit geschlitzten Membranen.

Die dünnlagigen Carbonschichten des Satori MW16-TX haben unterschiedliche Steifigkeiten, die über die Membranfläche verteilt sind. Dadurch verteilt sich das Aufbruchverhalten auf kleinere Resonanzspitzen im Frequenzgang und sorgt am Ende für ein weicheres, natürlicheres Klangbild ohne Härte.

Das ist jetzt nur einfach kurz hingeschrieben. Tatsächlich wurden viele Versuche mit diesem Material in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen gemacht. In punkto Lautsprecher wurden intensivste Hörtests unternommen und zum Beispiel Vergleiche mit Mitteltönern aus Aramid (Kevlar) gemacht.

Das Ergebnis: Der Klang wird deutlich sauberer, detaillierter und das führte letztlich zu einer bemerkenswert verbesserten Raumabbildung. Details in der Musik, die mit den Kevlarmembranen nicht mehr hörbar waren, konnten mit den dünnwandigen Carbonmembranen deutlich gehört werden.

Abstimmung

Das 6.5″-Chassis Satori MW16TX-4 (4 Ohm-Version) arbeitet in einem geschlossenen, beziehungsweise Bassreflex-Gehäuse mit einem Nettovolumen von etwa 12 Litern. Als Hochtöner kommt der bewährte Scan-Speak D3004/604010 zum Einsatz, als Aktivelektronik verwenden wir den Plateamp Hypex FA122. Der untere Bassbereich wird elektronisch entzerrt und reicht, je nach gewähltem Preset, bis 50 Hz, 60 Hz oder 70 Hz.

Der Klang

Der Grundton-und Mitteltonbereich ist überwältigend, der Hochtonbereich dank Beryllium-Hochtöner feinauflösend und unaufdriglich. Der Bass überzeugt und ist bei der Bassreflex-Version noch etwas druckvoller. Vielleicht nicht ganz so druckvoll wie bei einer CM18, aber deren Scan-Speak 18WU/4741T00 ist ja auch eine Nummer größer.

 


Komponenten
Bass/Mitteltöner: SB-Acoustics
Satori MW16TX-4
Hochtöner: Scan-Speak
D3004/604010
Aktivmodul: Hypex
FA122 (2 × 125 W)

Konstruktionspläne

CM12 Satori (geschlossenes Gehäuse)

CM12BR Satori (Bassreflex-Gehäuse)

Hinweis zu den Maßtoleranzen →