Februar 2026
CM18-Purifi – eine komplette Neubearbeitung
Links: CM18-Purifi-TX mit dem Scan-Speak Hochtöner D3004/666000.
Rechts: CM18-Purifi-GL mit dem Scan-Speak Hochtöner D3004/660000.
Beide Varianten mit dem Purifi Bassmitteltöner PTT6.5X04-NFA-01.
Die CM18-Purifi war unser erstes 2-Wege-Modell mit dem Purifi 6.5“. Seinerzeit waren wir mit dem oberen Mittenbereich nicht ganz zufrieden. Also haben wir uns für eine möglichst tiefe Übergangsfrequenz entschieden um diesen Bereich dem Hochtöner zu überlassen und hierfür den BlieSMa T34B ausgewählt, der bereits ab 1400 Hz einsetzbar ist. Das Problem war gelöst und das Resultat beeindruckt noch immer.
Aber man lernt nie aus und so feilen wir an unseren Abstimmungen weiter. Außerdem war uns wichtig im Hochtonbereich auf die Scan-Speak-Hochtöner umzustellen. Aus diesem Grund haben wir die CM18-Purifi noch mal ins Visier genommen.
Zwei Hochtöner kamen für eine Überarbeitung infrage:
- Für die Top-Variante CM18-Purifi-TX verwenden wir den neuen D3004/666000 mit TCDP-Membran.
- In der preiswerteren Variante, der CM18-Purifi-GL kommt der bekannte D3004/660000 mit Gewebekalotte zum Einsatz.
Die Übergangsfrequenz haben wir auf 2500 Hz gelegt und den Frequenzgang linearisiert. Das Ergebnis ist eine perfekte Räumlichkeit gepaart mit einem für die Gehäusegröße beeindruckenden Tiefbass. Kurz – beeindruckend!
München, 2. Februar 2026
Dezember 2025
Ein kleiner Rückblick auf das vergangene Jahr
Es gab interessante Projekte im abgelaufenen Jahr. Wir haben viel experimentiert, vor allem mit Purifi-Treibern. Aber nicht jede Konstruktion schafft es in die Endrunde und wird in unser Programm aufgenommen. Nur das Beste ist für uns gut genug. Die Modelle S5-Purifi, CM10-Purifi und CM18-Purifi stießen auf großes Interesse, auch die STUDIO 22 REF in passiver und aktiver Version ist immer noch im Rennen und das schon seit über 15 Jahren. An dieser Stelle können wir schon mal ankündigen, dass wir die CM18-Purifi in Kürze im Hochtonbereich umstellen werden. Hier werden wir künftig die ausgezeichnete TPCD-Kalotte D3004/666000 von Scan-Speak verwenden. Es geht immer interessant weiter.
In diesem Sinne, nochmal alles Gute für 2026!
München, 22.12.2025
Oktober 2025
STUDIO 30 HORN – Varianten mit Purifi- und VOLT-Bassmitteltöner
S30-HORN-PTT8.0 (links) und S30-HORN-BM2500 (rechts)
Wir hatten als erste Kombination mit dem Faital-Horn eine Version mit dem Purifi 8“-Tieftöner PTT8.0X04 im Bassgehäuse eines MONITOR M24 von 2013 gebaut (siehe News vom Mai 2025). Der PTT8.0X04 spielt spektakulär bis 30 Hz und hat einen vollkommen glatten Frequenzgang, der problemlos bis zur Übernahmefrequenz von 1200 Hz und darüber hinaus läuft. Allerdings ist der Preis des Tieftöners schon etwas problematisch. Wir bieten dieses Modell aber an.
Es gab noch zwei weitere Chassis, die für dies Kombination mit dem Horn infrage kamen, nämlich der Faital 10RS430 und der VOLT BM2500.4. Letzterer ist die Bassmitteltonvariante (BM steht für Bass/Midrange) unseres 10“-Tieftöners aus dem CONTROL MONITOR CM38, dem B2500.
Wichtig war, dass der gesuchte Tiefmitteltöner ohne Probleme bis 1200 Hz läuft um einen nahtlosen Übergang zum Hochtonbereich hinzubekommen. Der Faital 10RS430 kann das laut Datenblatt. Den Messprotokollen zufolge hätte es auch funktionieren sollen, aber akustisch hat uns das nicht vollkommen überzeugt. Der VOLT BM2500.4 hingegen ist ein gelungener Kompromiss. Er spielt wuchtig bis 45 Hz und perfekt im kritischen oberen Frequenzbereich und schließt nahtlos an das Horn an. Zudem ist er im Vergleich zum Purifi ein ganzes Stück günstiger.
Wir bieten die STUDIO 30 HORN in zwei Varianten mit unterschiedlichen Bassmitteltönern an:
- S30-HORN-PTT8.0 – mit Purifi PTT8.0X04-NAB-01
- S30-HORN-BM2500 – mit VOLT BM2500.4
In beiden Fällen kommt das Faital Elliptical Tractrix Horn LTH142 mit dem HF-Treiber HF1460 mit TeXtreme-Membran zum Einsatz. Für den Aktivbetrieb verwenden wir den Hypex FA123 Plateamp, bei dem zwei Kanäle in Brückenschaltung konfiguriert werden (BTL-Betriebsmodus, engl. bridge-tied load), sodass für den Basskanal 250 Watt und im Hochtonkanal etwa 100 Watt zur Verfügung stehen.
Purifi-X3 – dreimal Purifi – dreimal Aluminiummembran
Purifi-X3 mit Purifi-Tieftöner PTT8.0X04, Mitteltöner PTT6.5M04 und dem Hochtöner PTT1.3T04
Mit einer reinen Purifi-Bestückung, bestehend aus dem Tieftöner PTT8.0X04, dem Mitteltöner PTT6.5M04 und dem neuen Hochtöner PTT1.3T04 – alle mit Aluminiummembran – haben wir eine aktive Dreiwegelautsprecher mit dem Plateamp Hypex FA253 gebaut. Das Mittenhochtongehäuse ist eigentlich für die STUDIO 22REF vorgesehen, aber die Chassis PTT6.5M04 und PTT1.3T04 passen mit kleinen Anpassungen in die Ausfräsungen. Das Tieftongehäuse mit schräger Schallwand stammt von einem MONITOR M24 von 2013 und war seinerzeit mit dem Tieftöner Scan-Speak 22W/4851T bestückt. Dieses Bassgehäuse passt optimal für den Purifi PTT8.0X04 und wir verwenden es auch für unsere S30-HORN-PTT8.0 (siehe oben).
Die Purifi-X3 Aktivbox spielt sehr beeindruckend. Kann man nicht anders sagen. Aber zwei Punkte sprechen dagegen, dass wir diese Kombination mit dem Purifi-Hochtöner als Bausatz anbieten wollen: Erstens sind die Lieferzeiten bei Purifi derzeit sehr lang und wir mussten auf den Hochtöner über zwei Monate warten. Der zweite Grund ist der hohe Preis für den Kalottenhochtöner. Die markenreine Purifi-X3, so wie beschrieben, würde als Bausatz um die 4800 Euro/Paar ohne Gehäuse kosten. Bei Fertigboxen sicherlich kein Problem, aber für unseren D.I.Y.-Kundenkreis einfach zu teuer.
Wir werden dieses Modell auch nicht für die Vorführung behalten. Wenn jemand Interesse an diesem Bausatz hat – wir würden ein gutes Angebot machen.
Im Bausatz enthalten:
- Bass: PTT8.0X04-NAB-01
- Mitteltöner: PTT6.5M04-NAA-08
- Hochtöner: PTT1.3T04-HAG-01 WG104
- Aktivmodul: Hypex FA253 (programmiert)
- Mittenhochtongehäuse (STUDIO 22), Baupläne, sowie Dämm- und Kleinmaterial
STUDIO 15 Ellipse – Einzelstück!
Designlautsprecher STUDIO S15 Ellipse mit elliptischem Querschnitt.
Im Jahr 2010 hat sich ein Schreiner bei mir gemeldet, der die Idee für einen schönen Lautsprecher in Möbelqualität hatte: Eine Zweiwege-Bassreflexbox als exklusives Designermodell mit elliptischem Querschnitt, bestückt mit Scan-Speak 15W/4531G und dem Hochtöner D3004/664000 mit Beryllium-Membran, der nicht mehr gebaut wird. Bei mir war diese Kombination in einem kompakten Bookshelf-Gehäuse schon jahrelang ein Hit und bekannt unter der Typenbezeichnung STUDIO 12.
Besagter Schreiner brachte die elliptischen Gehäuse vorbei und ich entwickelte die Frequenzweiche dafür. Mit dem fertigen Lautsprecher ging er als Aussteller vor einigen Jahren auf die High-End Messe in München. Besonders viele Boxen scheint er nicht verkauft zu haben. Das Projekt ist leider im Sande verlaufen.
Als ich diese hübschen Standgehäuse als Speicherfund kürzlich wieder „ausgegraben“ habe, musste ich nicht lange überlegen, was man damit machen könnte. Der Purifi PTT5.25X04 hat fast die
gleichen Einbaumaße wir der Scan-Speak 15W/4531G, bringt aber deutlich mehr Bass. Der Hochtöner, nunmehr der neue Scan-Speak D3004/666000 mit TPCD-Membran, passte sowieso und ist der Beryllium-Version absolut ebenbürtig. Die Reflexöffnung wurde mit Filz verschlossen und mit dem Hypex FA122 eine Aktivbox mit elektronisch entzerrtem Bass entwickelt. Die STUDIO 15 Ellipse war geboren. Das Teil spielt toll, durch das etwas größere Volumen noch spektakulärer als unser kleiner CONTROL MONITOR CM10-Purifi mit ähnlicher Bestückung im Bookshelf-Format.
Das Gehäuse ist in der elliptischen Form schwer nachzubauen. Wir überlegen demnächst eine kleine Standbox mit ähnlichen Dimensionen zu konstruieren, die man einfacher nachbauen kann. Die Klangcharakteristik soll natürlich erhalten bleiben.
Wenn jemand Interesse an der fertigen STUDIO 15 Ellipse haben sollte, darf er sich gerne bei mir melden.
Neue Preise bei VOLT
Leider hat VOLT Preiserhöhungen von 11% – 22% angekündigt. Verwunderlich ist es nicht, denn die Preise waren seit Oktober 2022 unverändert.
Wir werden unsere VOLT-Preise vorerst noch nicht ändern, weil das Lager gut bestückt ist, aber in 2026 werden wir um die notwendigen Anpassungen nicht herum kommen.
Aufräumaktion
Ich habe meine sämtlichen CDs „gerippt“, also ausgelesen und auf Festplatte überspielt und biete sie jetzt zum Verkauf an. Demnächst werde ich eine Liste der CD-Sammlung mit sehr attraktiven Angeboten erstellen.
Hier ein paar Beispiele:
- Mariss Jansons, BR Klassik Edition, 57 CDs, 11 SACD + 2 DVD, UVP über EUR 200 für 89 Euro,
- Celebidache, French & Russian Music, Münchner Philharmoniker, EMI, 11 CDs für 19 Euro,
- Beach Boys, Good Vibrations 30 Years, 5 CDs mit Infomaterial im Karton für 15 Euro,
- Mark Knopfler, Studio Albums 1996 – 2007, 6 CDs + Mark Knopfler Studio Albums 2009 – 2018, 5 CDs + Dire Straits, Live 1978 – 1992, 5 CDs alle zusammen
für nur 30 Euro, - Beatles vermutlich komplette Sammlung (auch mit Giles Martins neuen Einspielungen),
- Rolling Stones mehr als komplette Sammlung mit CDs und DVDs (u.a. von Scorsese),
- DVDs und viele andere Musik-CDs mit Klassik, Blues, Soul, Rock und Jazz
Diese Liste zu erstellen wird noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Wer Interesse hat, darf sich gerne melden. Ich werde einen entsprechenden Verteiler erstellen.
München, 20.10.2025
Mai 2025
Prototyp STUDIO 30 HORN
Prototyp der STUDIO 30 HORN mit dem Elliptical Tractrix Horn LTH142 und HF-Treiber HF1460 mit TeXtreme-Membran von Faital in Kombination mit dem und Purifi-Tieftöner PTT8.0X04-NAB-01
Ich war eigentlich nie ein großer Fan von Hörnern, weil Sie, ähnlich wie Magnetostaten und Bändchenhochtöner relativ stark bündeln und man sich beim Musikhören in einem engen Bereich aufhalten muss. Andererseits muss ich auch zugeben, dass Hörner auch sehr beeindrucken können, vor allem durch die Wucht der Darbietung. Ich kann mich gut an eine Vorführung bei Abacus in Nordenham erinnern, wo Uli Brüggemann von AudioVero ein 2-Wege-Horn mit Abacus-Elektronik vorgeführt hat. Das Stück, das seinerzeit lief, kam von einer CD mit Orgelmusik aus Finnland (CD von Mika Koivusalo, Impressions, „Lux Aeterna“). Der Organist hat wie wild die Orgel und die Pedale „traktiert“. Es war eine beeindruckende Vorführung. Die CD habe ich mir extra in Finnland bestellen müssen, um das in meinem Studio nachzuvollziehen. Aber es ist mir nie gelungen. Auch nicht mit 32W-Tieftönern und bestem High-End-Equipment.
Vor gut einem Jahr ist mir ein sehr positiver Test einer Hornkombination von Faital, einem renommierten italienischen Hersteller von PA-Lautsprechern, aufgefallen. Die Kombination spielt sehr linear zwischen 1 kHz und 15 kHz und besitzt einen akzeptablen Abstrahlwinkel, wenn man das Horn senkrecht betreibt. Die Rede ist vom neuen HF-Treiber HF1460 mit TeXtreme-Membran, der durch seinen glatten Frequenzgang und niedrige Verzerrungen auffällt, zusammen mit dem Elliptical Tractrix Horn LTH142.
Den ersten Versuch haben wir mit dem 10“-Bass VOLT B2500.7F durchgeführt und dazu eine CM38A auf den Kopf gestellt, sodass der Tieftöner oben lag, das Horn darauf plaziert und fertig war der Testaufbau. Das war schon beeindruckend, ich habe das Projekt aber erst mal nicht weiterverfolgt. Kürzlich habe ich das Faital-Horn zusammen mit dem 8“-Bass PTT8.0 von Purifi getestet, der sehr linear bis weit über 1500 Hz spielt und dafür den Hypex FA123 im Brückenbetrieb programmiert (wie bei unserer CM25-Purifi, siehe News vom Dezember 2024). Der Bass reicht bis 30 Hz und ist eine Wucht, das Horn ist eine Wucht und da spielte die Orgel wie in Nordenham. Einfach nur beeindruckend!
Ob wir diese Kombination in unser Programm aufnehmen, wollen wir im Moment noch nicht entscheiden. Hörner sind eben nicht unsere eigentliche Kompetenz. Aber wenn Interesse besteht, werden wir es in Erwägung ziehen. Diese Kombination ist bei uns zu hören. Im Juli werden wir auch noch den Faital-Bass 10RS430 in Kombination mit dem Horn aufbauen.
München, 14. Mai 2025
April 2025
Programmergänzungen STUDIO 22 REF AKTIV
Unsere aktive STUDIO 22 REF gibt es jetzt (noch) in drei Versionen mit unterschiedlichen Hochtönern:
- Version BE mit dem Beryllium-Hochtöner D3004/664000 (nicht mehr in der Preisliste, nur noch per Anfrage)
- Version TX mit dem TPCD-Hochtöner D3004/666000, als Nachfolger der Version BE
- Version GL mit dem Gewebekalottenhochtöner D3004/660000
Alle Hochtöner-Abstimmungen sind sehr linear ausgeführt und unterscheiden sich messtechnisch kaum. Es ist gar nicht so einfach die unterschiedlichen Hochtonversionen zu beschreiben. Die TPCD-Membran spielt auf dem Niveau der Berylliumkalotte. Die GL-Version mit Gewebekalotte kann in der Aktivversion durchaus mithalten. Da sind weitaus weniger klangliche Unterschiede, als in der passiven Version zwischen GL und BE.
Programmergänzungen STUDIO 5 PURIFI
Neben der STUDIO 5 Purifi mit dem R3004/602200 (Version RR) haben wir jetzt noch eine passive Weiche für den Hochtöner D3004/602200 (Version GL) und dem D3004/606200 (Version TX) entwickelt. Die TX-Version ist im Hochtonbereich extrem fein auflösend. Die Ringradiator-Version kommt sehr nahe an die TX-Version (TPCD) heran, die GL-Version (Gewebekalotte) ist aber auch sehr gut und spielt in den Höhen sehr entspannt.
Die Anpassung der Weichen an die verschiedenen Versionen spielt preislich keine große Rolle, sodass die Preisunterschiede der Bausätze sich nur über die Preise der Hochtöner bestimmen.
München, 2. April 2025
Februar 2025
STUDIO 22 REF-TX – aktiv
STUDIO 22 REF-TX mit Scan-Speak Bass/Mitteltöner 18W/4531G00 und TPCD-Hochtöner D3004/666000
Wie bekannt, hat Scan-Speak die Produktion der Hochtöner mit Beryllium-Kalotte eingestellt und als Ersatz Hochtöner mit TPCD-Membran entwickelt (siehe News vom Juli 2024). In unseren Bausätzen, die mit dem Beryllium-Typen D3004/664000 ausgestattet waren, stellen wir nunmehr generell um auf die neuen D3004/666000 mit Dünnschicht-Carbon-Memban (TPCD „Thin-ply Carbon Diaphragm“ ).
Das erste Hochtönerpärchen haben wir kürzlich bekommen und damit Vergleichsmessungen, Beryllium contra TPCD durchgeführt. Die Frequenzgangunterschiede zwischen dem D3004/664000 und dem D3004/666000 sind so minimal, dass eine Änderung in der Abstimmung nicht notwendig ist. Auch beim Hörtest konnte ich keine klangliche Unterschiede feststellen. Der D3004/666000 klingt wie der D3004/664000. Leider ist der Preis der beiden Hochtönertypen auch nicht unterschiedlich.
Anders verhält es sich bei den Bausätzen, die mit dem kleinen Beryllium-Hochtönern D3004/604010 ausgestattet waren und die wir bereits auf den TPCD-Hochtöner D3004/606200, beziehungsweise auf den Ringradiator R3004/602200 umgestellt haben. Bei diesen Umstellungen waren einige Änderungen in der Abstimmung notwendig.
Für unsere Tests haben wir die STUDIO 22 REF verwendet, die bei uns ja schon zum Urgestein gehört. Vor Jahren wurden sie mal mit den Abacus-A-Box-Plateamps aktiviert, haben sich aber in dieser Version nie richtig durchgesetzt.
Jetzt haben wir die Abstimmung der Akitvvariante komplett neu mit Hypex FA122 überarbeitet, sowohl mit Beryllium- als auch mit TPCD-Hochtöner, das heißt in der Version S22REF-BE und S22REF-TX. Das Ergebnis ist beeindruckend – tolle Stimmen, eine phantastische Räumlichkeit. Die S22REF ist im direkten Vergleich zur CM18-Purifi im Bass nicht ganz so gewaltig, aber im Mitten- und Stimmenbereich sehr überzeugend und plastisch, so wie man das seit jeher bei der S22REF gewöhnt war. Jetzt in der aktiven Version noch überzeugender.
Umstellung auf den Aktivbetrieb
Wer bereits eine passive Studio 22 REF-BE besitzt und gerne auf die Aktivversion umstellen möchte, kann von uns die Aktivmodule FA122 von Hypex inklusive Programmierung beziehen. Bei der Umstellung muss die Passivweiche entfernt und die Bassreflexöffnung mit einem Stopfen verschlossen werden, da die Abstimmung für ein geschlossenes Gehäuse optimiert wurde. Der Bassbereich wurde elektronisch entzerrt und reicht bis 45 Hz. Die Frequenzen darunter werden mit einem steilen Hochpassfilter unterdrückt um den Basstreiber und die Verstärker vor Überlastung zu schützen.
Die Aktivmodule kann man beispielsweise in einem externen Gehäuse unterbringen. So haben auch wir unseren Testaufbau konfiguriert. Das externe Gehäuse könnte man auch außen an die Rückwand der Box anflanschen. Das hat den Vorteil, dass keine Holzarbeiten an den Boxen nötig sind.
Wenn man einen platzsparenden Aufbau bevorzugt und die Aktivmodule in das Lautsprechergehäuse integrieren möchte, muss in die Gehäuserückwand ein passender Kasten eingefügt werden, da die Hypex-Module Ventilationsöffnungen haben und nicht luftdicht abschließen.
Nachtrag (5. Mai 2025):
Für den Betrieb mit einem externen oder einem im Gehäuse integrierten Hypex-Modul bieten wir für die Versionen BE, TX und GL die passende Abstimmung an (bitte bei Bestellung angeben).
Eine Zeichnung, wie der nachträgliche Einbau des FA122-Aktivmoduls aussehen könnte, kann unter diesem Link heruntergeladen werden.
STUDIO 22 REF-TX – passiv
Wir haben die passive STUDIO 22 REF ebenfalls auf die TX-Version umgestellt. Nachdem bei der aktiven Version der Unterschied zwischen dem D3004/664000 (BE) und dem D3004/666000 (TX) im Frequenzgang so minimal war, dass man die Abweichungen als mögliche Serienstreuung bezeichnen könnte, sind die Abweichungen bei der passiven Version auch so minimal, dass an der Frequenzweiche nichts geändert werden muss. Selbst die Widerstände im Eingang der Hochtonweiche bleiben unverändert, da beide Hochtöner die gleiche Empfindlichkeit von 91.5 dB aufweisen.
Auch bei den Hörsitzungen konnte ich keinen Unterschied feststellen. Man kann Scan-Speak also gratulieren, das der Umstieg von Beryllium auf TPCD perfekt gelungen ist. Wir werden unsere Preislisten in Kürze anpassen und statt der S22REF-BE, die Version S22REF-TX ins Sortiment nehmen.
MONITOR M100 MK II
Der Monitor M100 mit dem 32W/4878T01 ist in den vergangen Jahren im direkten Vergleich mit dem Monitor M80, der den 28W/4878T01 verwendet, etwas in der Gunst zurückgefallen. Warum sei kurz erwähnt: Die Abstimmung ist schon vor vier bis fünf Jahren gemacht worden. Da gab es alternativ auch noch die analoge Plateamp-Version mit Dolibox. Wir haben unsere Abstimmmethoden in den letzten Jahren weiter verfeinert und optimiert.
Aus diesem Grund haben wir uns die M100 nochmal vorgenommen und die Bass-Abstimmung überarbeitet. Im direkten Vergleich mit der M80 war mir die M100 im Bass immer etwas zu weich und wenig straff. Das haben wir jetzt gründlich überarbeitet. In der neuen MK II-Version (2025) ist der Tieftonbereich jetzt genauso straff und trocken wie bei der M80, hat aber durch die größere Membranfläche im Tiefbass die Nase vorn. So sollte es auch sein.
München, 28. Februar 2025


